Informationswochen der Inklusionsunternehmen

Am 06.11.2018 haben sich Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft der Hamburger Inklusionsunternehmen, LAG IF mit Frau Regina Jäck, ihres Zeichens Mitglied der Hamburger Bürgerschaft für die SPD und des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Integration – Sprecherin für Menschen mit Behinderung im Haus5 zu einem Pausen Café zusammen gefunden.

v.r.n.l. Regine Jäck, SPD, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Integration – Sprecherin für Menschen mit Behinderung – und im Ausschuss für Verfassung und Bezirke, Anton Senner, LAG IF Sprecher und Vorstandssprecher Bergedorfer Impuls gemeinnützige Stiftung, Dieter Sanlier, LAG IF Sprecher und Geschäftsführer Haus5 Service gGmbH

Inhaltliche Themen waren die Vorstellung der Positionen der Inklusionsunternehmen auf Bundesebene, s. hierzu auch http://www.bag-if.de/unsere-positionen/ als auch die Besonderheiten in Hamburg. Weiterhin gab es einen regen Austausch zu Fragen der Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung als auch dem neuen gesetzlichen Auftrag, ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen und zu refinanzieren.

Ein weiteres Thema waren mögliche Fortbildungsformate und deren Refinanzierung für die einzelnen Zielgruppen von Inklusionsunternehmen, die nicht über die originären wirtschaftlichen Erlöse abzubilden sind, da es sich i.d.R. um Inhalte handelt, die für neue Fachkräfte wenig mit dem Gewerks Bereich zu tun haben (ein Koch kennt sich nicht mit den Krankheitsbildern und deren Besonderheiten der Zielgruppenmitarbeitenden im Kontext Arbeit aus…) und dazu über das normale Maß von Arbeitgebern des allgemeinen Marktes hinaus gehen, weil die Anforderungen in dieser Ausprägung nur Inklusionsunternehmen betreffen.

Ein ebenfalls wichtiges Anliegen war es, die schwere Ausgangssituation bei der Angebotsform „Schulverpflegung“ zu verdeutlichen. Mit aktuell 3,50 € / Essen ist eine dauerhafte Wirtschaftlichkeit aus Sicht der Inklusionsunternehmen schwer möglich. Denkbar wäre eine Produktionserweiterung bei gleichzeitiger Erhöhung der täglichen Essenteilnehmer, was faktisch durch die besonderen Rahmenbedingungen für Hamburger Inklusionsunternehmen nicht zu erreichen ist und den Stückerlös nicht steigert. Die Erlösmarge sinkt mit zunehmendem Zeitverlauf ständig, die Erwartungen der Eltern/Kunden steigen und sind für die Zukunft nur durch Einsparungen u.a. im personellen Bereich aufzufangen, was eine Abwärtsspirale nach sich ziehen würde.
Es wurden Verabredungen zu möglichen Hilfen und weiterführenden Gesprächen getroffen – ein guter Rat war auch diese Themen mit in den neu zu beschließenden Landesaktionsplan der Stadt Hamburg einfließen zu lassen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass für die besonderen Arbeitsplätze in Inklusionsunternehmen kein Rechtsanspruch besteht, da die Nachteilsausgleiche aus der Ausgleichsabgabe gezahlt werden. Ausgleichsabgabe müssen diejenigen Arbeitgeber zahlen, die nicht im gesetzlich vorgeschriebenen Maße Menschen mit Beeinträchtigungen in ihren Unternehmen beschäftigen.

Wir danken Frau Jäck für das gute und fördernde Gespräch und bleiben im gemeinsamen Austausch,

D. Sanlier und A. Senner

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